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Marek Stapff.de

Wie kann ich dir helfen?

Radioabenteuer auf der Autobahn: Warum der Deutschlandfunk mein treuer Begleiter ist

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Ich bin beruflich viel unterwegs, irgendwo braucht immer ein Unternehmen Hilfe. Innerhalb Deutschlands fahre ich dabei meistens mit dem Auto. Und weil ich eher nachtaktiv bin, habe ich einen Vorteil: Am späten Abend oder frühen Morgen sind die Autobahnen meistens frei.

Es kommt vor, dass ich mich um 2 Uhr morgens aus dem schönen Erzgebirge auf den Weg mache, um die rund 500 Kilometer entfernte Metropole des Nordens zu erreichen: Delmenhorst. Zwischen zwei und sechs gehört die Autobahn fast mir allein. Ein paar Lkw, hin und wieder ein Auto, und wo es freigegeben ist, darf es auch mal schneller sein. Die Dörfer und Städte ziehen vorbei wie stumme Zuschauer. Nur Motor, Wind und das Abrollen der Reifen wären mir auf Dauer aber zu wenig. Also läuft das Radio.

Mein Musikgeschmack ist so wechselhaft wie die Landschaft draußen: mal Eurodance aus den 90ern, mal Bach, Beethoven oder Händel. Tagsüber oder wenn jemand mitfährt, läuft meistens „MDR JUMP“ oder „MDR Klassik“. Allein in der Nacht schalte ich dagegen oft den Deutschlandfunk ein.

Abseits des musikalischen Mainstreams ist das mein persönlicher Geheimtipp an dich, Leser!

Dabei höre ich Musik eigentlich gern. Aber nachts sendet der Deutschlandfunk vor allem Nachrichten und Wortbeiträge, und die sind oft richtig interessant. Vor allem beruhigen sie mich. Ich merke regelrecht, wie ich im Kopf entschleunige. Ab und zu hat der Moderator jemanden am Telefon und fragt, was er gerade macht und warum er schon so zeitig wach ist. Schön zu hören, dass um diese Uhrzeit noch andere auf den Beinen sind.

Radio lief bei uns schon immer viel. Ich bin in der DDR aufgewachsen, und das Gerät war oft an. Welche Sendungen das waren, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Dabei war der Deutschlandfunk, als er 1962 auf Sendung ging, ausdrücklich auch für Hörer in der DDR gedacht.

Beleuchtetes Display eines Autoradios bei Nacht: Es zeigt den Sender „Dlf“ und die Uhrzeit 00:14.
Spät in der Nacht ist der Deutschlandfunk über das Autoradio zu hören.

Am liebsten höre ich die „Deutschlandfunk Radionacht“. Sonst schalte ich gern bei „Kalenderblatt“, „Hintergrund“, „Sternzeit“, „Zwischentöne“ oder „Büchermarkt“ ein, und auch die Features, „Essay und Diskurs“ und „Wissenschaft im Brennpunkt“ höre ich gern.

Einen Wunsch hätte ich allerdings: mehr Beiträge über moderne Technik, die auch jemand versteht, der damit nicht jeden Tag zu tun hat. Die Hörer sind wohl eher etwas älter, und gerade für sie wäre das hilfreich.

Ich habe schon viele überraschende Fakten und neue Blickwinkel mitgenommen. Manchmal bin ich fast enttäuscht, wenn ich am Ziel ankomme und die Sendung gerade spannend wird. Aber der Kunde benötigt meine Hilfe!

Das Sendeprogramm kann man sich übrigens ganz einfach unter Deutschlandfunk Sendungen, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab anschauen.

Wer den Deutschlandfunk live und weltweit hören möchte, findet unter Deutschlandfunk Livestream, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab die passenden Streams in verschiedenen Qualitäten. Und natürlich gibt es auch Podcasts: Einfach unter Deutschlandfunk Podcasts, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab stöbern!

Kleiner Tipp zum Schluss: Um 23:57 Uhr spielt der Deutschlandfunk die National- und Europahymne. Ich selbst höre sie nur selten, weil ich meist erst um zwei Uhr losfahre. Wenn doch, ist sie für mich irgendwie der Soundtrack für einen Weltenbummler, wie ich einer bin.

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