Fachkräftemangel und Fachkräfteüberschuss
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Immer wieder berichten die Medien, wie schwer sich viele Arbeitgeber tun, offene Stellen zu besetzen.
Aus Arbeitgebersicht werden folgende Gründe häufig genannt:
Fehlende Bewerber mit den gesuchten Qualifikationen
Steigende Mitarbeiterfluktuation
Renteneintritt erfahrener Mitarbeiter
Aus Arbeitnehmersicht werden folgende Gründe häufig genannt:
Zu geringe Bezahlung im Verhältnis zu Qualifikation und Verantwortung
Schlechte Arbeitsbedingungen und mangelnde Work-Life-Balance
Fehlende Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten
Wenig Wertschätzung und mangelnde Anerkennung im Arbeitsalltag
Um gut ausgebildete Fachkräfte wird seit Jahren gerungen. Wer sie haben will, muss etwas bieten: ordentliches Geld, gute Arbeitsbedingungen, Weiterbildung und Arbeitszeiten, die zum Leben passen.
Ob die Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland eine nachhaltige Lösung ist, wird kontrovers diskutiert. Einerseits kann sie kurzfristig Engpässe lindern, andererseits sind auch andere Länder auf ihre eigenen Fachkräfte angewiesen.
Langfristig könnten die gezielte Förderung inländischer Talente und die Investition in Ausbildung eine wirkungsvollere Strategie sein.
Unternehmen mit Personalüberschuss
Es gibt in Deutschland und in der Europäischen Union auch Arbeitgeber mit Personalüberschuss beziehungsweise Fachkräfteüberschuss, weil sich ihre Branche – beispielsweise die Automobilindustrie – im Umbruch befindet oder sie kurzfristig Kosten einsparen wollen oder müssen.
Stellenabbau ist für alle Beteiligten eine schwierige Situation – für die betroffenen Mitarbeiter ebenso wie für Unternehmen.
Folgende Unternehmen haben beziehungsweise hatten einen Personalüberschuss
Festo: Festo streicht 1300 Stellen in Deutschland, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab
Volkswagen: Bis 2030: VW plant Abbau von 50.000 Stellen in Deutschland, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab
Bosch: Feuerbach: Bosch streicht über 500 IT-Jobs in Stuttgart, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab
Amazon: Amazon setzt auf KI und streicht 14.000 Bürojobs, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab
Ford: Ford baut bis zu 1000 weitere Stellen in Köln ab, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab
Bosch: Bosch will rund 1.500 Arbeitsplätze abbauen, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab
Lieferando: Lieferando baut rund 2.000 Fahrerstellen ab, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab
Thyssenkrupp Stahl: Thyssenkrupp Stahl will bis zu 11.000 Arbeitsplätze streichen, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab
SAP: SAP will nun bis zu 10.000 Jobs streichen, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab
Tesla: Tesla kündigt Abbau von 400 Stellen in Grünheide an, externes Angebot, öffnet in einem neuen Tab